Choisir des thèmes d’évaluation aboutissant à des recommandations utiles – Enseignements tirés de dix ans d’évaluation au Contrôle fédéral des finances

  • Autoren/Autorinnen: Emmanuel Sangra / Laurent Crémieux
  • Beitragsarten: Werkstattberichte
  • DOI: 10.38023/e0071af7-619d-48a6-a4a1-db39e7f333f6
  • Zitiervorschlag: Emmanuel Sangra / Laurent Crémieux, Choisir des thèmes d’évaluation aboutissant à des recommandations utiles – Enseignements tirés de dix ans d’évaluation au Contrôle fédéral des finances, in: LeGes 24 (2013) 3
Zusammenfassung 2002 hat die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) einen neuen Fachbereich geschaffen, der Evaluationen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen durchführt. Die EFK hat nun Bilanz gezogen über die 42 Evaluationen, die der Fachbereich seither durchgeführt hat. Als unabhängiges Kontrollorgan wählt die EFK ihre Evaluationsthemen in 80 Prozent der Fälle selber. Das ist zwar ein einmaliges Privileg, zugleich aber auch eine grosse Verantwortung, da jeweils geeignete Themen für Evaluationen zu finden und nützliche Empfehlungen – in erster Linie an die evaluierten Organe – abzugeben sind. Für die Bilanz wurde mit einer gewissen zeitlichen Distanz untersucht, ob die Themenwahl stichhaltig war, und es wurde eine Reihe von Hypothesen zum Nutzen der Evaluationen geprüft. Die Bilanz führt zu neuen Erkenntnissen zum instrumentellen Nutzen von Evaluationen, die von einem unabhängigen Kontrollorgan durchgeführt wurden. Hingegen sind die Ergebnisse zur Frage, wie die vielversprechendsten Themen für Evaluationen prospektiv ermittelt werden können, weniger ergiebig: Es gibt kaum Korrelationen zwischen den Variablen, die die vorgängige Themenwahl beeinflussen könnten, und den Variablen zum Nutzen der Themen, wie er nach einigen Jahren beurteilt werden kann. Um die Themenwahl zu optimieren, ist es deshalb zentral, über einen grossen «Ideenpool» zu verfügen und diese Ideen unter Berücksichtigung vordefinierter Prioritäten und präziser Kriterien auch aufgreifen zu können.
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