Cari lettori,
siamo lieti di farvi pervenire il nuovo numero di LeGes – Legislazione & Valutazione. Come l’intelligenza artificiale trasforma la legislazione – e quali sono i suoi limiti in questo campo? Quanto attendibili sono le previsioni su cui poggiano le decisioni politiche? E che cosa accade quando una sola parola in una Costituzione può implicare diverse concezioni giuridiche?
Queste e altre domande sono al centro della presente edizione. Nico Granitzer esamina la qualità delle previsioni della Confederazione e mostra in che modo la prassi valutativa può fornire anche qui il suo un contributo. Marlène Schürch esplora quali sono le conseguenze, sotto il profilo costituzionale, dell’impiego dell’IA nella legislazione.
Gabriel Gertsch, Katherine Driget e Philippe Gerber appuntano la loro attenzione a quella affascinante zona grigia situata fra gli strumenti internazionali giuridicamente non vincolanti e un loro potenziale effetto vincolante. Michela Lisa Imelli esamina approfonditamente un’occorrenza particolare nella Costituzione federale del termine «Abgabe».
Nella sua retrospettiva su 30 anni di attività legislativa nel Cantone di Berna Gérard Caussignac tira le somme della sua lunga carriera in un servizio di legislazione cantonale, senza rinunciare tuttavia a gettare qualche sguardo verso il futuro. Roland Gerne riferisce sulla 12a Conferenza intercantonale LexWork tenutasi a Glarona, facendo dunque dialogare la produzione normativa, l’evoluzione
tecnica e alcuni tratti della storia glaronese.
Troverete inoltre il resoconto del 47o Forum per la legislazione, dedicato al diritto transitorio e al diritto intertemporale, una raccolta di casi a esso associata nonché la laudatio del Prix SEVAL 2026.
Il numero attuale di LeGes e l’intero archivio sono consultabili in libero accesso all’indirizzo leges.weblaw.ch.
Vi auguriamo una lettura accattivante e proficua!
Per le Edizioni Weblaw
Sophie Althoff
Riassunto
Eine hohe Qualität von Prognosen zu politischen Vorlagen ist eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren der direkten Demokratie. Eine Evaluation der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zeigt jedoch, dass die Bundesämter die bestehenden Vorgaben ungenügend umsetzen und die bestehenden Qualitätskontrollen nicht ausreichen. Aus den Ergebnissen lassen sich drei Konsequenzen für die Evaluationspraxis ableiten: Prognoseerstellerinnen und -ersteller sollten stärker in die Qualitätssicherung der Entscheidgrundlagen einbezogen, Unsicherheiten bereits bei der Konzeption von Prognosen systematisch berücksichtigt und Ex-post-Evaluationen gezielt genutzt werden, um die Qualität zukünftiger Prognosen zu verbessern.
Riassunto
Ob zur Formulierung einer Motion, zur Erstellung eines Vorentwurfs oder zur Auswertung einer Vernehmlassung: Die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Gesetzgebung – insbesondere von generativen KI-Systemen – erscheinen vielversprechend. Doch welche Anforderungen stellt das Demokratieprinzip der Bundesverfassung an einen solchen Einsatz, und wo schliesst es ihn aus? Dieser Beitrag lotet die verfassungsrechtlichen Grenzen der Automatisierung des Gesetzgebungsverfahrens auf Bundesebene aus.
Riassunto
Nicht verbindliche internationale Instrumente – meist als Memoranda of Understanding (MoU) oder «Soft Law» bezeichnet – gewinnen als Instrument der Aussenpolitik zunehmend an Bedeutung. In der Praxis stellen sich regelmässig zwei Rechtsfragen: Erstens, wie ist mit Instrumenten umzugehen, die von den Parteien als unverbindlich betrachtet werden, jedoch Elemente enthalten, die auf eine rechtliche Bindung hindeuten? Zweitens, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Form kann der Bundesrat die Kompetenz zum Abschluss solcher Instrumente an ein Departement oder Amt delegieren? Der Beitrag stellt die Praxis des Bundes zu diesen Fragen dar.
Riassunto
Dieser Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Vorgehensweise bei der Aktualisierung und Veröffentlichung der bernischen Gesetzessammlungen im Zeitraum von 1990 bis 2025. Die Arbeitsmittel haben sich zwar geändert, nicht jedoch die Methode und die Abläufe der Rechtsetzung. Die Veränderungen in der Zusammensetzung der kantonalen Gesetzgebung seit 1990 sind beträchtlich, sei es hinsichtlich der Anzahl der geltenden Erlasse, ihrer Aufteilung auf die verschiedenen Erlassarten oder ihres Umfangs. Einige Betrachtungen aus den gewonnenen Erfahrungen schliessen den Beitrag ab.
Riassunto
Il testo italiano dell’art. 131 cpv. 2 lett. b Cost. rende con «imposta» il termine generico tedesco «Abgabe» (francese: «redevance») prendendo così posizione, quanto alla categoria del tributo, dove il costituente ha voluto restare aperto. L’autrice ricostruisce l’origine della divergenza nei materiali FOSTRA, esamina la portata del termine alla luce dei metodi d’interpretazione e della dottrina, argomenta a favore di «tributo» rispetto a «tassa» e indica la via della rettifica: una modifica limitata al testo italiano, sottoposta al voto di Popolo e Cantoni.
Riassunto
Vertretungen der 19 LexWork-Kantone trafen sich am 31. August 2026 in Glarus zu ihrer 12. Jahrestagung mit ihrem privaten Servicepartner. Die Tagung nahm die Entwicklungen beim Redigieren, Verwalten und Publizieren von regulatorischen Texten in den Blick. Am Beispiel des Kantons Glarus wurden die Teilnehmenden an die Anfänge der Publikation von Rechtserlassen, an erste Versuche von systematischen Gesetzessammlungen vor 200 Jahren erinnert. Sie liessen sich über die aktuellen technischen Entwicklungen bei dem von den Kantonen anfangs allein getragenen Redaktionssystem LexWork informieren. Sie nahmen Kenntnis von der rasant wachsenden LexWork-Gemeinschaft, die im Kanton Glarus auch alle Gemeinden umfasst und der neben verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und Verbänden bald auch der Kanton Schwyz und das Fürstentum Lichtenstein angehören.
Riassunto
Tagungsbericht zum 47. Forum für Rechtsetzung vom 30. April 2026. Das Programm drehte sich um Übergangs- und intertemporales Recht.
Riassunto
Fallsammlung zur Ergänzung des Tagungsberichts zum 47. Forum für Rechtsetzung vom 30. April 2026.
Riassunto
Im Rahmen des jährlichen Kongresses der SEVAL, der am Freitag, dem 28. August 2026, stattfand, hat die Jury des SEVAL-Preises den diesjährigen Preisträger offiziell ausgezeichnet: Dr. Oto Potluka von der Universität Basel für den gemeinsam mit Steven Pudney, David Mills, Ali Reza Alaei, Sam Sellers und Jaroslav Dvorak verfassten Artikel mit dem Titel «Evaluation of artificial intelligence-enhanced critical infrastructure systems: A conceptual framework», der in der Zeitschrift «Evaluation» erschienen ist. (xf)