Sozioökonomische Bewertung der Versuche zur heroingestützten Behandlung

  • Autor/Autorin: Andreas Frei
  • Beitragsarten: Wissenschaftliche Beiträge
  • DOI: 10.38023/d5b8008f-ef0f-4422-b787-06fa28695194
  • Zitiervorschlag: Andreas Frei, Sozioökonomische Bewertung der Versuche zur heroingestützten Behandlung, in: LeGes 18 (2007) 1
Die Schweiz hat als eines der ersten Länder versuchsweise eine ärztliche Verschreibung von Betäubungsmitteln an schwerstabhängige Drogenkonsumenten und -konsumentinnen eingeführt. Dieser Versuch dauerte von 1994 bis 1996 und wurde in einer umfassenden Begleitforschung wissenschaftlich evaluiert. Gestützt auf Daten der Begleitforschung sowie eigene retrospektive Datenerhebungen wurde der Nutzen der Versuche ermittelt und den in einer anderen Studie bereits erhobenen Kosten gegenübergestellt. In Anlehnung an das Design der Begleitforschung wurde der Nutzen aus den Veränderungen der Wohn- und Arbeitssituation, des Legalverhaltens und des Gesundheitszustandes der Probanden vor Eintritt in den Versuch und während der Versuchsteilnahme berechnet. Der Nutzen pro Proband und Tag belief sich auf Franken 95.50, wovon 75% im Bereich des Legalverhaltens und 18% bei der Gesundheit anfielen. Diesem Nutzen standen Versuchskosten von Franken 51.17 pro Proband und Tag gegenüber. Die Kosten wurden somit durch den Nutzen mehr als kompensiert und die Versuche erwiesen sich als wirtschaftlich.
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