Der freie Blick vom Berg hinunter auf die Alp

  • Autor/Autorin: Andreas Teutsch
  • Beitragsarten: Kritik
  • DOI: 10.38023/a96571d3-4128-4a81-a958-6f02850ce6f3
  • Zitiervorschlag: Andreas Teutsch, Der freie Blick vom Berg hinunter auf die Alp, in: LeGes 18 (2007) 3
In LeGes (H. 2007/1, S. 129–148) wird ein Thema «unter die Lupe» genommen, welches annehmen lässt, dass das Vergrösserungsglas bei der Betrachtung beschlagen gewesen sein musste: Der Beitrag über die neue Berg- und Alp-Verordnung (SR 910.19 – BAlV), in dem diskutiert wird, wie «Recht Sprache lenkt», zeigt ein zwar altes, aber bisher nur unterschwellig bemerktes Phänomen, und zwar eine gewisse Angst der Linguistik, die auftritt, sobald Gesetze Sprachmaterial als Rechtsgegenstand haben. Diese Befürchtung zeigt sich im Bemühen, dem Recht Bevormundung und Sprachlenkung zu unterstellen; davon kann allerdings schon aufgrund des Rechtszwecks vorgenannter Verordnung nicht die Rede sein. Es ist deshalb davon auszugehen, dass das grundsätzliche Anliegen der neuen Berg- und Alp-Verordnung falsch verstanden worden ist.
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