Die Beeinflussung in der Evaluationstätigkeit in der Schweiz und was die SEVAL dagegen tun kann

  • Autoren/Autorinnen: Fritz Sager / Lyn Pleger
  • Beitragsarten: Wissenschaftliche Beiträge
  • DOI: 10.38023/9d3021b0-516f-4568-bbaa-561a50aa7e47
  • Zitiervorschlag: Fritz Sager / Lyn Pleger, Die Beeinflussung in der Evaluationstätigkeit in der Schweiz und was die SEVAL dagegen tun kann, in: LeGes 27 (2016) 1
Eine beträchtliche Anzahl Evaluierender in der Schweiz gab jüngst in einer Befragung an, bereits mit dem Versuch der Beeinflussung durch Auftraggeber oder andere Stakeholder konfrontiert worden zu sein. Dabei kommt dem Begriff der Beeinflussung, für den bislang nur diffuse Definitionen existieren, eine zentrale Bedeutung zu. Ziel dieses Beitrags ist es deshalb, den Begriff der Beeinflussung im Hinblick auf die Unabhängigkeit von Evaluationen zu präzisieren. Hierfür erfolgt zum einen eine Auswertung offener Antworten auf die Frage, was Schweizer Evaluierende unter Beeinflussung verstehen. Zum anderen wird das DRSB-Beeinflussungsmodell vorgestellt, das mittels eines heuristischen Ansatzes versucht, die durch die Evaluierenden erlebten Beeinflussungsformen voneinander abzugrenzen. Zudem wird aufgezeigt, was für Massnahmen zur Vermeidung von Beeinflussung
aus der Sicht von Evaluierenden in Frage kommen und welche Rolle die SEVAL diesbezüglich einnehmen könnte. Die qualitative Auswertung zeigt, dass Beeinflussung oftmals subtil geschieht, dass die Abgrenzung zwischen positiver und negativer Beeinflussung in der Praxis schwierig ist und dass Schweizer Evaluierende eine mitunter sehr ähnliche Vorstellung davon haben, welche Funktionen die SEVAL bei Vorfällen von Beeinflussung erfüllen sollte.
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